Vermischtes
Geschichte Ortsteil Lehmen Vom keltischen Liemona stammt der Name des alten Weinortes, dessen Lagen sich weit an der Mosel  entlang ziehen. Das architektonische Wahrzeichen des Ortes        ist der freistehende romanische Glockenturm        aus dem 11. Jahrhundert, der weithin sichtbar ist.       Vermutlich war Lehmen bereits in römischer Zeit besiedelt.       Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort       im Jahre 1067 als Liemona.          Zeugen der mittelalterlichen Ortsgeschichte        sind ein fünfeckiger Burgturm und        der romanische Glockenturm.        Letzterer ist zugleich das Wahrzeichen Lehmens.        Der weithin sichtbare Glockenturm        gehörte zur ehemaligen Kirche in Oberlehmen,        die 1802 abgerissen wurde.        Im obersten der fünf Geschosse befinden        sich an jeder Seite je zwei Schallarkaden.        Gekrönt wird das Bauwerk von einem        romanischen Satteldach, einem der        nördlichsten dieser Art auf Türmen.
Das andere Wahrzeichen des Ortes ist der "Lehmer  Razejung" mit seiner korbgeflochtenen Kiepe auf dem Rücken. Das alljährliche Weinfest trägt seinen Namen
Lehmer  Razejungen          Lehmen wurde zum ersten Male im Jahre 865 n.Chr. urkundlich erwähnt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der kleine Ort zum Handwerkerdorf.  Vorrangig wurde der Beruf des  Bruchsteinmaurers ausgeübt. Da aber für alle nicht genug Arbeit im Ort vorhanden war, mussten viele Männer, um Arbeit zu finden, ausziehen und an anderer Stelle den Unterhalt für ihre Familien verdienen. In den Wintermonaten waren sie dann meist arbeitslos und verdingten sich in Lehmen und Nachbargemeinden als Razejungen. Sie schleppten zur Düngung der Weinstöcke mit ihren Razen Stallmist bis in die höchsten Weinbergsterrassen. Im Jahre 1784 wurden die Razejungen erstmals urkundlich in den Kirchenbüchern der Pfarrei Lehmen erwähnt. .
Schriftsteller   Stefan Gemmel
Wer sind die Razejungen? Die Lehmer Razejungen sind eine Interessengemeinschaft von ca. 35 ersonen im Alter von  2 bis 82 Jahren, die versuchen, eine alte Lehmener Tradition zu erhalten und fortbestehen zu lassen. Sie pflegen Brauchtum und fördern die Kultur des Weinbaus an der Terrassenmosel, bringen Kindern und Jugendlichen den Weinbau in unserer Kulturlandschaft nahe. ( u. a. betreiben die Razejungen einen eigenen Weinberg, pflegen Weinbergsterrassen, halten alte Traditionen aufrecht, betreiben Werbung für die Kulturlandschaft der Untermosel, z. B. als Vertreter der Untermosel am RLP-Tag, richten die Razejungenweinprobe zur Eröffnung des Lehmener Weinfestes aus, unterstützen und begleiten die  Weinkönigin, nehmen als Brauchtumsgruppe und Repräsentanten der Gemeinde Lehmen an Feststumzügen und Weinfesten teil) Die Razejungen sind bewusst nicht in einem Verein organisiert, sondern bilden sich aus der Gemeinde heraus. Nur so fühlen sich die Razejungen richtig verstanden. Oft knüpfen Neubürger auf diese Weise erste Kontakte im dörflichen Leben. Der bekannte Kinderbuchautor Stefan Gemmel, selbst ein Razejung, hat 2009 eine spannende Geschichte über die Razejungen und deren schöne Gegend, der Untermosel, geschrieben, Titel des Buches: „Der Schatz der Razejungen“. Ferner erhielten die Razejungen 2009 den Kultur-förderpreis des Kreises Mayen-Koblenz
                                                          Ein Freund der Familie und Razejungkollege ist der Schriftsteller Stefan Gemmel. Mit über 30 Veröffentlichungen in 16 Sprachen der meistübersetzte Autor in Rheinland-Pfalz. Auch unser Heimatort Lehmen hat schon Einzug in seine Literatur gefunden. Mit dem Buch „Der Schatz der Razejungen“, verknüpft Stefan Gemmel eine spannende Geschichte mit viel Wissenswertem rund um die Mosel und den Weinbau. Für seine Bücher und für seine originellen Lesungen hat er schon viele Auszeichnungen erhalten, darunter das Bundesverdienstkreuz 2007. Bekannt ist vor allem seine „Schattengreifer“-Buchreihe wie auch die Drachen-Bilderbücher und die Klassenlektüren „Rolfs Geheimnis“ und „Freundschaft schwarz auf weiß“. In Lehmen tritt der Autor auch immer wieder einmal auf, sei es zum Razejungenfest, in der Schule des Ortes, zum Seniorentag oder auch zur Nikolauswanderung des Heimatvereins – Lehmen ist nicht nur sein Wohnort, wie Stefan Gemmel sagt, es ist tatsächlich seine Wahlheimat